Ein Minimalkonsens genügt für das Zusammenleben

Johannes Heimrath und Lara Mallien sprachen mit dem Sozialanthropologen Tilmann Heil darüber, wie Menschen unterschiedlicher Kulturen ihr Zusammenleben im öffentlichen Raum organisieren. Herr Heil, als Sozialanthropologe forschen Sie über Konvivialität und geben dem Begriff eine spezifische Bedeutung. Unter dem Begriff des Zusammenlebens im Sinn von Konvivialität fasse ich eine Reihe […]

Die eingehegte Welt ist eine Zombie-Welt

Johannes Heimrath sprach mit dem Philosophen Andreas Weber über Nicht-Wissen, Fülle und radikales Dissidententum. Johannes Heimrath: Andreas, das Phänomen Lebendigkeit spielt in deiner Arbeit eine zentrale Rolle. Wie verstehst du dich selbst als lebendiges Wesen? Andreas Weber: Als eine Ganzheit – nicht als »Geist«. Ich kann meinen Körper nicht zur […]

Überall flackern kleine Feuer

Johannes Heimrath sprach mit Silke Weiß und Corina Nitzsche über die Dynamik von Veränderung, die das Bildungssystem in Deutschland ergriffen hat. Johannes Heimrath: Silke, du hast bei uns im Klanghaus von Klein Jasedow gerade das letzte Modul der von dir geleiteten Weiterbildung »LernKulturZeit« zu Ende gebracht. Fühlst du dich wohl […]

Europa spüren

Oya-Herausgeber Johannes Heimrath dachte mit dem Demokratie-Aktivisten Roman Huber über ein Europa der Menschen nach. Johannes Heimrath: Gerade habe ich ein schönes Europa-Erlebnis hinter mir: Wir haben zwei Tage lang im südlichen Böhmerwald mit tschechischen und rumänischen Freunden über den Wandel unserer Gesellschaften gesprochen. »Unser« Europa ist ganz anders als […]

Hat Gesualdo gelacht?

Humor und Melancholie – wie geht das zusammen? »Weshalb«, so ein dem Aristoteles untergeschobenes Traktat über medizinische Probleme, »sind die Genies der Philosophie und der Politik, der Dichtung und der anderen Künste allesamt Melancholiker?« Die »schwarze Galle«, μελαγ-χολία – Melancholie –, symbolisiert in der Vier-Säfte-Lehre des antiken Arztes Galenos das reife Alter […]

Gemeinschaffen – Betrachtungen zu einer commonischen Sprache

Sprache ist Ausdruck der Erzmetaphern unserer Kultur. Ihre Bilder halten entweder das Alte fest oder öffnen Perspektiven in eine enkeltaugliche Zukunft. Silke Helfrich hatte die erste Ausgabe von Oya eingeleitet. Wie schön, dass sie nun auch zu Nummer 20 beiträgt. Die Entwicklung, die aus ihrem Artikel spricht, stimmt mich zuversichtlich, […]

Wir brauchen alle Stimmen

Theresa Zimmermann, Studentin, und Johannes Heimrath, Oya-Herausgeber, bekamen bei einem Konzeptionsgespräch zu dieser Ausgabe von Oya Lust, sich in Form eines E-Mail-Duetts durch junge und alte Gedanken zu den aktuellen Fragestellungen treiben zu lassen. Theresa Zimmermann: Draußen ist es grau und duster, und ich denke nach. Viele Menschen prophezeien, dass […]

Das Atelier zwischen den Generationen

Jara von Lüpke (22) und Benjamin Kafka (32) sprachen mit Hildegard Kurt (53) und Oya-Herausgeber Johannes Heimrath (58) über die zeitlose Qualität des Jungen und Neuen und die Aufgabe der Älteren, Räume zu schaffen, ohne sie zu besetzen. Johannes Heimrath: Heute sitzen wir im Café »edelweiss« am Görlitzer Park mitten […]

Innere Anatomie

Oya-Herausgeber Johannes Heimrath traf die Theologin Katharina Ceming und den Kulturjournalisten Gert Scobel zu einem Austausch über Menschenbilder, Innenräume und den Sinn des großen Ganzen. Johannes Heimrath: Wir sind aufgeklärte Menschen, voll und ganz im 21. Jahrhundert angekommen. Und wir erfahren Bereiche, die nicht ganz einfach physisch festzunageln sind, eine […]

Kunst in Zeiten der Transformation

Lassen sich aus künstlerischen Handlungsweisen Strategien ableiten, die gegenüber der Politik wirkmächtig eingesetzt werden können? Oya-Herausgeber Johannes Heimrath sprach mit Hortensia Völckers, Philipp Ruch und Alex Arteaga. Johannes Heimrath: Ich freue mich sehr, dass wir heute in den Uferhallen unser Gespräch führen können. In diesem ehemaligen Werkstattkomplex der Berliner Verkehrsbetriebe […]